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Kanada - Das Chaos schlägt wieder zu von Ricarda Peter

Ein Muss für jeden, der schon das erste Buch der Autorin gelesen hat und wissen möchte, wie es mit der kleinen Familie weitergeht.

In "Kanada- das Chaos schlägt wieder zu" begleitet man diesmal Ricarda Peter und ihre kleine Familie beim Umzug von Vancouver nach Saskatoon, eine kanadische Stadt, bei der alle erschrocken die Augen aufreißen, die von diesem Vorhaben erfahren.
Doch wer das erste Buch verschlungen hat, wird sich diesmal etwas wundern. Während sie im Vorgänger noch sehr humor- und liebevoll von den kuriosesten Geschehnissen erzählt, wird im diesem Band ein sehr ernstes Thema aufgegriffen. Der Leser wird in den noch immer anhaltenden Konflikt zwischen Indianern und Weißen eingeführt und sie zeigt auf, was wir Menschen der Natur -und damit letzten Endes auch uns selbst- antun.

Trotz des ernsten Themas schafft sie eine Auflockerung durch lustige Geschehnisse wie z.B. kuriose Nachbarn und Kollegen, ein ungewolltes Treffen mitten in der Pampa mit Indianern, oder aber auch durch Rückblenden in die Vergangenheit, so dass man wieder Tränen lachen muss. Sie führt den Leser liebevoll in das Leben der Kanadier ein und man bekommt eine ganz andere Sichtweise von den Menschen in Kanada, von der wunderschönen Natur und was dort drüben alles anders als in Deutschland ist.
Wieder einmal erzählt sie private Sachen und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Und vor allem nimmt sie wieder ihren Freund und sich selbst auf die Schippe, was man ja ansonsten vermisst hätte.

Sehr schön finde ich, dass jedes Kapitel von einem Indianerzitat oder einer Indianerweisheit beginnt. Beim ersten Kapitel kann man noch nicht verstehen, warum sie dies tut, doch je weiter man liest, desto deutlicher wird der Grund. Ich möchte an dieser Stelle aber nicht mehr hierzu verraten, sondern lieber zwei Sachen aus dem Buch zitieren, die meiner Meinung nach den Charakter des Buches widerspiegeln:

"Doch wenn wir uns echte Freiheit wünschen, müssen wir wieder wir selbst sein. In diesen Momenten werden wir vielleicht einige Menschen verlieren. Menschen, die sowieso nicht zu uns passten und uns nicht gut taten. Derer wir auch nicht traurig sein brauchen, denn es gibt immer gute Gründe, warum es Menschen aus der Vergangenheit nicht in unsere Zukunft schaffen. Freuen wir uns der Menschen, die bleiben und die uns genauso mögen, wie wir sind."

"...und alles was wir der Erde, der Natur und allen darin lebenden Geschöpfen antun, tun wir letztendlich uns selbst an. So wendet sich langsam unsere Rücksichtslosigkeit gegen uns und droht uns zu zerstören."

Nun kann ich nur hoffen, dass schnell ein Folgeband erscheint, da ich unbedingt wissen möchte, wie die Reise weitergeht, denn hier scheint sie noch nicht zu enden.

Und noch ein Wort zum Schluss... Was ich sehr toll finde, ist, dass Ricarda Peter pro verkauftem Buch einen Euro an die Greenpeace Organisation für die gemeinnützige Arbeit spendet.

27.1.13 13:13

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